Das »königliche Gelee« ist zweifellos das mysteriöseste Produkt aus dem

Bienenstock. Zwar sind die meisten seiner Inhaltsstoffe weitgehend bestimmt,

doch so mancher Wirkmechanismus bleibt ein wohlgehütetes

Geheimnis der Bienen. Gelee Royale besteht etwa zu 65% aus Wasser, zu

ca. 15% aus verschiedenen Zuckern, zu ca. 13% aus Proteinen mit hohem

Gehalt an essenziellen Aminosäuren, zu ca. 5% aus Lipiden (Fette und

Fettsäuren) und zu ca. 2% aus Sonstigem. Gerade diese 2% haben es

in sich, z.B. eine hohe Konzentration von Vitaminen, besonders der

B-Gruppe, sowie Mineralsalze auf der Basis von Kalium, Natrium, Magnesium,

Kalzium, Zink, Eisen, Kupfer und Chrom und eine relativ hohe

Menge an organischen Säuren. Die hochselektive antibiotische Wirkung

der Königinnennahrung wurde an ca. 100 medizinisch relevanten Bakterien,

Mikropilzen und Viren gestestet. Wie beim Honig mit seiner

großen Sortenvielfalt sind die besonderen Eigenschaften des Gelee

Royale ebenfalls von seiner geografischen und floralen Herkunft abhängig.

Im Verhältnis zum Pflanzenausgangsmaterial und gegenüber den

anderen Bienenprodukten konnte darüber hinaus eine relative Anreicherung

seltener Spurenelemente festgestellt werden. Alle Komponenten

des Gelee Royale werden von Mensch und Biene hundertprozentig

verwertet.

Alle Bienen erhalten für drei Tage diese königliche Kraftspeise, die in den

Schlunddrüsen der Arbeiterinnen, während ihres Pflichtdienstes als

Ammenbienen, also zwischen ihrem 6. und 12. Lebenstag gebildet wird.

Die Königinnenlarve entwickelt sich in der Weiselzelle aufgrund von

zwei Tagen mehr Gelee Royale in der Rekordzeit von 16 Tagen (gegenüber

den üblichen 21 Tagen bei der arbeitenden Bevölkerung) nicht nur zu

einer gut zwei Drittel größeren Biene, sondern auch zur Regentin eines

ganzen Volkes, dessen Fortbestand sie durch unermüdliche Ablage

von 1500 bis 3000 Eiern täglich sicherstellt. Dieser kraftzehrenden Aufgabe

widmet sie sich in ihrem zwei bis fünf Jahre dauernden Leben. Das

kann sie nur durchstehen, weil ihr zeitlebens das geheimnisvolle Kraftelixier

Gelee Royale zur Nahrung dient. Zum Vergleich: Arbeitsbienen

Gelee Royale